Archive | Juni 2011

Die ‚Zwergenwand‘ aus SCHNEEWITTCHEN


In den Fluren des Staatsballetts Berlin hingen in den letzten Wochen immer wieder die Kostüme von Jean Paul Gaultier für das zeitgenössische Märchenballett SCHNEEWITTCHEN und warteten auf die Vorstellung. Auch eine etwas unheimliche Babypuppe ist dabei….

Doch nicht nur die außergewöhnlichen Kostüme überzeugen, viele Überraschungen für das Publikum hält auch das Bühnenbild von Thierry Leproust bereit, das natürlich außerdem die Choreographie beeinflusst:

Neben Flugwerken erstaunt vor Allem die Ankunft und Vorstellung der Zwerge, die ganz unerwartet und plötzlich aus den Löchern einer 18 Meter breiten und 8 Meter hohen Felsenwand kriechen und sich abseilen.

Die massiv wirkende Wand besteht aus einem schweren Eisengerüst, auf dem mit Farbe und Kettensäge bearbeitete ‚Felsenteile‘ aus Holz und Styropor befestigt sind.

Die sieben Tänzer, die die Zwerge darstellen, werden durch Kletterseile gesichert und präsentieren an der Wand eine dynamische und spannende Choreographie mit Drehungen, Schaukel- und Schwingbewegungen, die auch kopfüber und vertikal ausgeführt wird.

Scheinbar schwerelos laufen die Tänzer die Wand hinauf und man fragt sich, welches System wohl dahinter stecken mag…? Hier kommt die Auflösung:

Auf der Rückseite der Wand hängt an jedem der Tänzer ein Gewicht, das dem Körpergewicht der jeweiligen Person entspricht. Daher ist es nötig, nochmals auf die Waage zu steigen, wenn die Produktion längere Zeit nicht aufgeführt wurde! Denn nur so kann ein Absturz verhindert werden und scheinbare schwerelose Bewegungen sind möglich.

Vor der Premiere am 26. April 2009 probten die Zwerge drei Wochen lang, um das richtige Gefühl für die Gewichtsverlagerung, die zum Drehen, Schwingen und Schweben notwendig ist, zu bekommen. Zuerst hingen die Jungs wie ‚nasse Säcke‘ an den Seilen und mussten sich erst einfinden und an die Situation gewöhnen, um dann auf der Bühne alles leicht und einfach wirken lassen zu können.

Das Gerüst wurde damals in der Kirche Sankt Johannes Evangelist am Oranienburger Tor aufgebaut, da im Ballettsaal für so einen riesigen Aufbau nicht genügend Platz vorhanden war.

Zu einem Podcast zum Making Of von SCHNEEWITTCHEN geht es hier.

In Perfektion kann man diese Meisterleistung in der Spielzeit 2010/11 noch zweimal bewundern:

01 | 07 Juli 2011

Sommerfest von Bühnenservice und Verwaltung der Stiftung Oper in Berlin


Letzten Freitag fand das Sommerfest des Bühnenservices und der Verwaltung der Stiftung Oper in Berlin in den neuen Räumlichkeiten in der Nähe des Ostbahnhofs statt.

Hierhin zogen neben den Verwaltungsabteilungen auch sämtliche Werkstätten der drei Berliner Opernhäuser im Zuge der Zentralisierung im Herbst 2010. Auch für das Deutsche Theater, das Maxim Gorki Theater Berlin und das Theater an der Parkaue werden hier Kostüme oder auch die Bühnenbilder hergestellt.

Die Kolleginnen und Kollegen aus den Opernhäusern sowie die gesamte Compagnie des Staatsballetts Berlin waren eingeladen.

Man konnte sich in den Werkstätten und Büroräumen umsehen und auch für Speis und Trank sowie Unterhaltung wurde gesorgt.
Es gab Kostümversteigerungen und Künstler aus der Komischen Oper Berlin und dem Theater an der Parkaue sowie die Musiker und der Kinderchor des Deutschen Symphonie Orchesters Berlin boten ein künstlerisches Programm dar.

Aus unseren Reihen führten Soraya Bruno, Michael Banzhaf und Martin Buczkó das Stück SOFA von Itzik Galili im Maalsaal auf.

Anbei ein paar Fotos des gelungenen Tages.

Fotoshooting mit Polina Semionova für das ‚Fräulein Magazin‘ (Ausgabe 2|2011) | Photo shooting with Polina Semionova for the ‚Fräulein magazine‘ (issue 2|2011)


Vor zwei Wochen fand im Gert Reinholm-Ballettstudio ein großes Modesfotoshooting mit Polina Semionova für das neue Berliner ‚Fräulein Magazin‘ statt.

Das Magazin hatte Polina als das „Fräulein“ für die nächste Ausgabe angefragt und sie für einen halben Tag beim Staatsballett Berlin besucht.

Nach einem Interview posierte Polina in achtzehn verschiedenen Outfits: in Abendkleidern von bekannten Designern aber auch in knallengen Leggins, auf Spitzenschuhen oder auch in flachen Schnürschuhen.

Unser Fotoalbum erlaubt einen kleinen Blick hinter die Kulissen.

Photo shooting with Polina Semionova for the ‚Fräulein magazine‘

Two weeks ago a photo shooting with Polina Semionova took place in our Gert Reinholm-ballet studio. It was for the very new Berlin ‘Fräulein magazine‘ (‘Fräulein’ means ‘young lady’).

The magazine asked Polina to be the next “Fräulein” and visited her at Staatsballett Berlin for half a day.

After an interview, she posed in eighteen different outfits: in an evening dress of well known designers or in tight leggings, on pointe shoes or in flat lace-up shoes.

Our photo gallery allows a view behind the scenes of the photo shooting.

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