„Freunde im Gespräch“ mit Reid Anderson und Georgette Tsinguirides


Am 31. Januar fanden sich die Freunde und Förderer des Staatsballetts Berlin für ein Gespräch mit Reid Anderson, Ballettdirektor des Stuttgart Balletts, und Georgette Tsinguirides, Ballettmeisterin und Choreologin, im Foyer de la danse des Staatsballetts Berlin ein.

Dr. Christiane Theobald, stellvertretende Intendantin und Ballettdirektorin des Staatsballetts, befragte die langjährigen Weggefährten des Choreographen John Cranko zu dessen Choreographie ROMEO UND JULIA, die am 9. Februar 2012 Premiere beim Staatsballett Berlin feiert.

Georgette Tsinguirides war bereits in Stuttgart als Tänzerin engagiert, als John Cranko dort die Position des Ballettdirektors einnahm. Seine über wenige Jahre hinweg kreierten Ballette haben weltweit Einzug in die Spielpläne der bekanntesten Ballettensembles der Welt gefunden, das Staatsballett tanzt neben ROMEO UND JULIA zum Beispiel weiterhin ONEGIN.

Die Mitglieder erfuhren, dass Reid Anderson die Rolle des ‘Onegin’ nicht nur in Stuttgart, sondern in aller Welt getanzt hat und das bevorzugte Ballett von Georgette Tsinguirides Crankos BROUILLARD ist.

Auf Hinweis John Crankos nahm Georgette Tsinguirides 1965 am Benesh Institute ein Studium der Choreologie auf, das sie bereits ein Jahr später abschloss. Im Verlauf der Jahre hat sie die gesamten Cranko-Werke notiert und bei zahlreichen Compagnien einstudiert. In ihrer langen Karriere als Tänzerin, Ballettmeisterin und Choreologin wurden sie mit zahlreichen Auszeichnungen und Preisen geehrt: u. a. würdigte das Benesh Institute sie 1973 mit der Auszeichnung für besondere Verdienste in der 21-jährigen Ausübung der Benesh Movement Notation, Bundespräsident Richard von Weizsäcker ehrte sie mit dem Bundesverdienstkreuz und anlässlich ihres 60-jährigen Dienstjubiläums verlieh ihr das Stuttgarter Staatstheater die Ehrenmitgliedschaft. Im Jahre 2010 erhielt Georgette Tsinguirides außerdem den Deutschen Tanzpreis.

Den Hinweis von Christiane Theobald, dass einige Tänzerinnen und Tänzer des Staatsballetts Berlin eine enge Beziehung zu Stuttgart haben, konnte Reid Anderson nur bestätigen. So waren bspw. Elisa Carrillo Cabrera und Mikhail Kaniskin, Sebnem Gülseker und Ibrahim Önal in Stuttgart engagiert, andere Berliner Ensemblemitglieder sind Absolventen der John-Cranko-Schule, die an das Stuttgart Ballett angegliederte Ballettschule. Im vergangenen Dezember feierte die Ausbildungsstätte ihr 40-jähriges Bestehen und wird in den kommenden Jahren neue Räume beziehen.

Am 2. März, 6. und 9. April wird ein Gasttänzer aus Stuttgart Polina Semionova (Julia) in der Rolle des Romeo begleiten: es tanzt Friedemann Vogel.

Übrigens: am 5. April findet „Freunde im Gespräch“ mit Dr. Christiane Theobald und Friedemann Vogel statt.

Wenn Sie dabei sein möchten, treten Sie ein in den Kreis der Freunde und Förderer des Staatsballetts Berlin e.V.

Fotos: Alexandra van Veldhoven

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Über Staatsballett Berlin

Das Staatsballett Berlin ging 2004 aus der Stiftung Oper in Berlin hervor, durch deren Gründung die Ballett-Compagnien der drei Berliner Opernhäuser in eine Institution überführt wurden. Vladimir Malakhov steht als Intendant an der Spitze der klassisch geschulten Compagnie, die mit 88 Tänzerinnen und Tänzern gegenwärtig die größte in Deutschland ist. Gemäß dem Leitsatz „die Tradition bewahren, die Gegenwart sichtbar machen und die Zukunft fördern“ ist es das Ziel des Staatsballetts Berlin, ein unverwechselbares Ensemble zu formen, die tänzerische Qualität zu sichern, und ein auf die Compagnie zugeschnittenes Repertoire aufzubauen. Der größte Akzent liegt auf dem klassischen Repertoire, das durch Werke der klassischen Moderne und die Arbeit mit zeitgenössischen Choreographen ergänzt wird.

3 Antworten zu “„Freunde im Gespräch“ mit Reid Anderson und Georgette Tsinguirides”

  1. Irene Möller sagt :

    Augustinus sagt: NUR WER SELBST BRENNT; KANN ANDERE ENTZÜNDEN !
    Auf wen trifft dieser Satz mehr zu, als auf Georgette Tsinguridis und Reid Anderson !
    Frau Dr.Theobald hat uns zwei großartige Künster im Gespräch vorgestellt, die ein Leben lang für das Ballett “brennen” und dieser Funke sprang auch sofort auf uns über.
    Mir Begeisterung und strahlenden Gesichtern erzählten sie uns aus ihrem so spannenden – vom Ballett geprägten Leben – daß es eine Freude war, ihnen zuzuhören. Zu ihren großen Aufgaben gehört es, das Erbe John Crankos zu pflegen und zu bewahren. In alle großen Ballett-Compagnien der Welt hat sie diese Aufgabe geführt – nun auch zum Staatsballett Berlin. Wir danken dafür und wir danken für das zu Herzen gehende Gespräch.
    Danke Alexandra van Veldhoven für die stimmungsvollen Fotos.
    Eure Irene Möller

  2. Irene Möller sagt :

    Ja – ich war mit großer Freude dabei ! Ganz reizend fand ich die kleine Epoisode von Herrn Anderson, daß Georgette die Hebesprünge so sehr liebte :-) Oft sagte sie zu ihren Tanzpartnern :”Heb` mich H O C H ” ! und dann lachten beide – in der Erinnerung daran :-)
    Ein liebenswertes Detail aus dem Gespräch !

    Eure Informationen sind immer wieder aktuell und geradezu unentbehrlich !
    Vielen Dank Euch allen ! :-)

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