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TRAUMKINDER ZUM OLYMP


„TRAUMKINDER – Wenn der Schlaf mit mir tanzen will“ erhält den ersten Preis im Bereich Musiktheater innerhalb des zehnten Kinder zum Olymp!-Wettbewerbs. Das Tanzprojekt mit 150 Kindern aus fünf Berliner Schulen setzte sich gegen 675 Projekte durch. Die Auszeichnung wurde am 19. September 2014 in Anwesenheit von Bundespräsident Joachim Gauck übergeben, der die Schirrmherrschaft der Bildungsinitiative übernommen hat. „TRAUMKINDER – Wenn der Schlaf mit mir tanzen will“, initiiert von Tanz ist KLASSE! e.V. und dem Staatsballett Berlin, entstand in Kooperation mit der Deutschen Stiftung Schlaf. Im Mai diesen Jahres erlebte die Produktion ihre Uraufführung in der Staatsoper im Schiller Theater.


Bereits zum dritten Mal wird das Education-Programm des Staatsballetts Berlin mit dem ersten Preis im Bereich Musiktheater von Kinder zum Olymp! ausgezeichnet. Für „TRAUMKINDER – Wenn der Schlaf mit mir tanzen will“ erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler unter der professionellen Anleitung der Tanzpädagoginnen und -pädagogen von Tanz ist KLASSE! e.V. über ein halbes Jahr hinweg verschiedene Szenen zum Thema „Schlaf und Traum“. Die Zusammenarbeit mit der abschließenden Präsentation auf der Bühne der Staatsoper im Schiller Theater machte das Projekt für alle Mitwirkenden zu einem außergewöhnlichen Erlebnis und begeisterte die Kinder wie auch die Eltern und Lehrer nachhaltig für den Tanz und die interkulturelle Zusammenarbeit.
Ganz besondere Erlebnisse seien die Probenphasen und die Projektwoche gewesen, sagten auch die Schüler der Rosa-Parks-Grundschule aus Kreuzberg. Sie fanden nach einem Workshop beim Staatsballett Berlin so viel Freude am Tanzen, dass sie unbedingt regelmäßigen Tanzunterricht erhalten wollten. Die Finanzierung des wöchentlichen Tanzunterrichts in der Schule erfolgt nun durch die Elterngemeinschaft der Klasse. Unter den fünf mitmirkenden Schulen liegt der Migrationsanteil der Schülerinnen und Schüler zum Teil bei über 80%, einige der Familien sind erst vor wenigen Jahren nach Deutschland gezogen. Vielen der beteiligten Kinder blieb es bisher verwehrt, kulturelle Angebote der Stadt wahrzunehmen. Den Schulen und ihren Partnern aus der Kultur kommt somit eine immer bedeutendere Aufgabe zu. Tanz ist KLASSE! ermöglicht den Kindern einen spielerischen Zugang zu einem Teil der Berliner Kulturlandschaft.
Dr. Christiane Theobald, der Geschäftsführerin von Tanz ist KLASSE! und Stellvertretenden Intendantin des Staatsballetts Berlin war es außerdem wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler wie auch die Eltern erfuhren, was es bedeutet den Tanz als Profession auszuführen. „Um auch die Eltern in die Welt einzubeziehen, in die ihre Kinder während der Projektwochen eintauchen, haben wir die 150 Kinder mit ihren Eltern zum Besuch einer Generalprobe des Staatsballetts Berlin auf der großen Bühne der Deutschen Oper eingeladen. Außerdem konnten alle beteiligten Klassen zu Beginn des Schuljahres hinter die Kulissen des Staatsballetts und den Tänzerinnen und Tänzern Fragen zu deren Alltag stellen. Das war ein wichtiger und aufregender Startschuss für alle Beteiligten.“

TRAUMKINDER – Wenn der Schlaf mit mir tanzen will

Idee und Produktion
Tanz ist KLASSE! e.V. in Kooperation mit der Deutschen Stiftung Schlaf

Buch, Regie und Musikauswahl
Hanno Siepmann

Koregie, Bühne und Kostüme
Kathrin Hauer

Choreographien und Einstudierungen
Birgit Brux, Kathlyn Pope, Bettina Thiel, Doreen Windolf, Rebecca Berger

Produktionsassistenz
Stefan Witzel

Sounddesign und Musikproduktion
Felix Trawöger

Beteiligte Schulen
Erika-Mann-Grundschule, Rosa-Parks-Grundschule, Paula-Fürst-Gemeinschaftsschule, Lemgo-Grundschule, Ernst-Schering-Schule und das Kinderballett „Tanz ist KLASSE! – Kinder tanzen“

© Heiko Dittrich

GLÜCKWUNSCH LISA!


Lisa Breuker, seit 2011 im Corps de Ballet des Staatsballetts Berlin, hat bei der International Baltic Ballet Competition in Riga den zweiten Platz belegt. Die moderne Choreographie hat der Staatsballett-Solotänzer Arshak Ghalumyan für sie kreiert. Mit Soraya Bruno, auch langjähriges Mitglied des Staatsballetts, studierte sie das klassische Repertoire (Giselle, Kirtri und Aurora) ein, mit dem sie sich beim Wettbewerb gleichfalls präsentierte.

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH LISA!

ZEHN FRAGEN AN VLADIMIR MALAKHOV


Mit stehenden Ovationen und Jubel wurde Vladimir Malakhov nach der letzten TSCHAIKOWSKY-Vorstellung am 14. Juni 2014 von seinem Publikum verabschiedet. Wir hatten zuvor einen Aufruf gestartet und Euch gebeten, Eure letzte Chance zu nutzen und eine Fragen an Vladimir zu stellen. Etwas, was Ihr schon immer von ihm wissen wolltet. Wir haben die zehn interessantesten, schönsten, originellsten und am häufigsten gestellten Fragen ausgewählt und sie Vladimir gestellt.

Welche neue Erfahrung würden Sie gern noch in Ihrem Leben machen?
Ich habe viele Projekte, die in den nächsten Jahren realisieren möchte. Auch viele Anfragen und Angebote. Das was ich jetzt schon weiß, kann ich erzählen. Über den Rest sage ich lieber noch nichts, weil da noch nicht alles genau geplant ist. Es sind nicht unbedingt große Geheimnisse, doch ist es immer besser, nichts zu erzählen, bevor nicht alles in trockenen Tüchern ist.

Im September gehe ich nach Kuba. Dort wird der Gran Prix de Malakhov verliehen. Dann organisiere ich Ende September die Verleihung des Taglioni-Preises hier in Berlin. Im Sommer wurde ich noch zu einigen Kursen eingeladen, bin häufig Jury-Mitglied, werde auch ein wenig tanzen. Also viele neue und schöne Dinge, die auf mich zu kommen werden.

AbschiedVladimir166_h450Sie haben mit wunderbaren japanischen Tänzer in Berlin gearbeitetet, einschließlich Shoko Nakamura, Emi Hariyama und Mari Kawanishi. Wird Ihr neuer Job in Tokio die Rekrutierung internationaler Tänzer gehören, und wenn ja, planen Sie europäische Tänzer nach Japan zu holen?
Es ist eine japanische Compagnie. Ich kann nicht einfach sagen, ich bringe „ausländische“ Tänzer mit. Dennoch plane ich, dass evtl. internationale Gasttänzer die Titelrollen einiger Stücke tanzen könnten. So stelle ich mir das vor.

Behalten Sie Ihre Wohnung in Berlin? Freund und Hund bleiben auch hier, in Berlin?
Die Hunde bleiben hier in Berlin. Ich kann sie bei Freunden unterbringen. Mein Apartment werde ich ebenfalls behalten. In meiner freien Zeit werde ich versuchen, so oft es geht nach Berlin zurück zu kommen.

Vladimir, Sie sind ein großes Vorbild für meinen 7-jährigen Sohn. Was würden Sie ihm antworten, wenn er Sie fragt, wie er reagieren soll, wenn ihn seine Mitschüler hänseln, weil zum Ballett geht?
In der Vergangenheit war es vielleicht einmal lustig, jemanden zu hänseln der Ballett tanzt. In der heutigen Zeit ist es doch fast normal, dass auch Jungs in den Ballettunterricht gehen. Es ist doch nicht lustig, sondern ein wundervoller Beruf, für den man jedoch viel Disziplin braucht. Wahrscheinlich sind die Anderen einfach nur eifersüchtig, dass er macht, was ihm Spaß macht, was er liebt und daran Freude hat.

Werden Sie etwas vom Staatsballett Berlin vermissen, wenn ja was?
Natürlich werde ich etwas vermissen. Das ist eine sehr emotionale Frage für mich. Ich lasse meine „Familie“, meine „Kinder“ in Berlin zurück. Meine Compagnie und „meine“ Tänzer, die ich habe wachsen und größer werden sehen. Was sie durchlaufen haben, um dieses Niveau zu haben, wo sie jetzt sind. Ich bin besorgt, um das was in der Zukunft aus dem Staatsballett Berlin wird.

Wie stellen Sie sich Ihre Zukunft vor? Würden Sie gerne choreographieren?
Ehrlich gesagt, habe ich mir darüber noch keine Gedanken gemacht. Erstmal möchte ich alles sacken lassen, und mich auf meine neue Arbeit einlassen. Beim nächsten Treffen kann ich vielleicht mehr sagen …

Würden Sie in einem möglichen zweiten Leben alles genauso machen? Auch wieder Tänzer werden?
Ich weiß es nicht. Das kann ich wirklich nicht beantworten. Ich weiß nicht, ob ich ein zweites Leben haben werde…

Was war Ihr bisher schlechtestes bzw. bestes Erlebnis auf einer Gastspielreise?
Ich glaube, die besten Dinge waren immer, dass die Compagnie ihr bestes gegeben hat. Es gibt nicht wirklich schlechte Erlebnisse, die ich mit Gastspielreisen verbinde. Natürlich kommt es immer wieder zu kleineren Problemen, dass z.B. die Technik nicht funktioniert oder irgendwas mit den Flügen oder den Visa nicht klappt. Aber im Großen und Ganzen ist immer alles gut gegangen. Die beste Gastspielreise, die ich erlebt habe, war die Reise mit dem Staatsballett nach Japan. Die Organisation war so perfekt, ich habe mich wirklich aufgehoben gefühlt. Das ist meine „Nummer 1“.

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