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THE OPEN SQUARE: Die Musik | ORCHESTERMANAGER Andreas Moritz im Gespräch


Am 1. Juni 2012 findet die Uraufführung von Itzik Galilis Werk THE OPEN SQUARE in der Komischen Oper Berlin statt.

Die Musik wurde eigens für die Produktion komponiert und stammt von der niederländischen Percussiongruppe PERCOSSA, deren Mitglieder sich selbst ‚Rebels of Rhythm‘ nennen. Am Dienstag fand eine Probe mit Janwillem van der Poll statt, einem Ensemblemitglied von PERCOSSA, der gleichzeitig der Komponisten des neuen Musikstückes ist.

Das Orchester der Komischen Oper Berlin spielt unter der Leitung von Alexander Vitlin.

Wir waren bei einer Einzelprobe der Percussionisten am Mittwoch mit dabei. Das Fotoalbum gibt euch einen kleinen Eindruck!

Hier wurde zum Beispiel besprochen, wie die zahlreichen Wechsel zwischen den einzelnen Instrumenten ablaufen können, die jeder Musiker zu spielen hat.

Für die Produktion wurden extra zwei japanische Trommeln, sogenannte ‚Okedos‘, angefertigt. Außerdem ist das ungewöhnliche Instrument ‚Udu‘ dabei, das an eine Tonvase erinnert. Aber auch der Körper dient bei dem Stück als Instrument.

Auf die Musiker kommen bei der außergewöhnlichen Komposition auf jeden Fall ungewohnte Herausforderungen zu…

Wir haben dem Orchestermanager Andreas Moritz ein paar Fragen zu dem Werk und der Herangehensweise an ein solches Stück gestellt.

Welches Stück von PERCOSSA wird das Orchester der Komischen Oper Berlin zu Itzik Galilis THE OPEN SQUARE spielen? (Falls es bereits einen Namen hat.) Und wie würden Sie es beschreiben?

Andreas Moritz: Wir spielen eine Neukomposition mit demselben Titel: The Open Square. Diese Musik wurde eigens für diese Produktion komponiert – eine „ausgewachsene Uraufführung“ also, die deutlich Schwerpunkte auf prägnanter Rhythmik legt.

Unterscheidet es sich stark von den Werken, die das Orchester für gewöhnlich spielt? Inwiefern?

Andreas Moritz: In der Tat unterscheidet sich die Musik deutlich von unserem gängigen Repertoire, welches wir sonst in der Oper oder im Konzert spielen. Ungewöhnlich ist dies vor dem Hintergrund, dass wir als Haus ja normalerweise dafür stehen, eine sehr große Repertoirebandbreite abzudecken (Opern von Barock bis zu Uraufführungen, von Händel bis Reimann, Operetten, Musicals…). Dass dabei dann auch ungewöhnliche Spieltechniken gefordert werden, überrascht dann nicht wirklich… umso schöner ist, mit welchem Enthusiasmus unsere Schlagzeuger z. B. daran gehen, sich klangvoll auf die Wangen zu schlagen – was man nicht alles für die Kunst zu tun bereit ist!!!! :-)

Wie sieht die Besetzung für das PERCOSSA-Stück aus? Was ist der Unterschied zu der Besetzung in einem klassischen Orchester, bzw. zu der Besetzung, in der das Orchester der Komischen Oper normalerweise spielt?

Andreas Moritz: Das Stück ist für Streichorchester mit Schlagzeug und Tasteninstrumenten (Klavier/Celesta/Synthesizer) geschrieben, wobei der Major Part den Kollegen der Schlagzeug-Gruppe zu Teil wird… Dies erklärt sich dadurch, dass den Zuhörern der Schwerpunkt auf rhythmische Elemente in der Musik am leichtesten zu vermitteln ist, wenn Schlaginstrumente diese musikalische Kommunikationsaufgabe ans Publikum übernehmen.

Wie lange haben die Musiker Zeit für die Einstudierung?

Andreas Moritz: Wir beginnen am 22. Mai mit den Proben, am 1. Juni ist ja dann schon Premiere – wobei ich weiß, dass vor allen unsere Schlagzeuger schon jetzt sehr, sehr fleißig am Üben sind!

Ist die Herangehensweise an ein solches Stück verschieden von dem sonst üblichen Vorgehen?

Andreas Moritz: Ich denke – bei aller Verschiedenheit zu unseren „gewohnten Repertoiregestaden“  in Richtung der musikalischen Sprache dieses Stücks – nein.

Ist die Einstudierung eine große Herausforderung für den Dirigenten und die Instrumentalisten?

Andreas Moritz: Ich würde sagen: keine besonders große, jedoch eine besonders ungewöhnliche Herausforderung.

Wie stehen die Musiker zu solch einem ungewohnten Werk?

Andreas Moritz: Die stehen diesem Werk sehr neugierig und offen gegenüber – was mich sehr freut!

 

Fotos: Svenja Klein

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