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Einsatzstellentreffen des LKJ beim Staatsballett Berlin


Letzten Freitag fand bei uns ein Einsatzstellentreffen der ‚Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Berlin‘ (LKJ) statt.

Das LKJ organisiert zum Beispiel die ‚Freiwilligen Sozialen Jahre in der Kultur‘ (FSJK), einen Freiwilligendienst für Jugendliche und junge Erwachsene, die die Vollzeitschulpflicht erfüllt und noch nicht das 27. Lebensjahr vollendet haben, sowie den ‚Bundesfreiwilligendienst Kultur und Bildung‘.

Es trafen sich alle zuständigen Ansprechpartner von Organisationen und Unternehmen in Berlin und Brandenburg, die ein FSJK oder BFD anbieten.

Zuerst fand eine Begrüßung im Foyer de la danse statt. Wolfgang Kaldenhoff, unser Leiter der Presse- und Marketingabteilung, stellte den ‚Gastgeber Staatsballett‘ vor. Außerdem erläuterten die Organisatoren von Seiten des LKJ den Tagesablauf.

Danach wurden Arbeitsgruppen gebildet und im Foyer de la danse, dem Konferenzraum und auf der Empore wurde fleißig zum Thema FSJK und BFD diskutiert.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Kantine führten unsere FSJ-ler Mia und Thomas die Teilnehmer dann durch unsere schönen Räumlichkeiten und erklärten ihnen Wissenswertes zum Staatsballett Berlin.

Am Abend sahen sich einige der Besucher dann noch unsere letzte Vorstellung dieser Saison von PEER GYNT an.

Fotos: Svenja Klein

Was macht eigentlich…? – Freiwilliges Soziales Jahr Kultur: Anika


Heute stellt sich in der Rubrik „Was macht eigentlich…?“ Anika vor. Sie macht ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in der Education-Abteilung des Staatsballetts Berlin.

ANIKA

“Hallo, ich heiße Anika, bin 20 Jahre alt und komme aus Berlin. Nach den doch eher theoretischen Erfahrungen in der Schule wollte ich etwas Praktisches machen, bei dem ich meine Fähigkeiten der Organisation und Kommunikation ausbauen kann. Des Weiteren erhoffe ich mir, durch das Freiwillige Soziale Jahr in der Kultur meinen Berufswunsch zu konkretisieren.

Da mein Bruder vor einiger Zeit ein Freiwilliges Ökologisches Jahr absolviert hat, war mir das grundsätzliche Angebot, jungen Leuten nach der Schulzeit einen Einblick in die Arbeitswelt anzubieten, bereits bekannt. Aus diesem Grund habe ich im Internet nach diesbezüglichen Informationen gesucht und schließlich die Internetseite des LKJ Berlin e.V. gefunden, der das FSJ Kultur in Berlin und Brandenburg organisiert. Ich bewarb mich auf einen Platz, hatte jedoch keine Ahnung, was mir für Vorschläge entgegengebracht würden und welche Einsatzstelle für mich in Frage käme. Da ich seit meinem vierten Lebensjahr leidenschaftliche Hobby-Tänzerin bin, war ich überglücklich, als Tanz ist KLASSE! (die Education-Abteilung des Staatsballetts Berlin) als mögliche Einsatzstelle aufgelistet wurde. Seit September letzten Jahres unterstütze ich nun Alexandra van Veldhoven (Koordination) bei Tanz ist KLASSE! und bei der Arbeit mit den Freunden und Förderern des Staatsballetts Berlin. Meine wöchentlichen Aufgaben sind schwierig zusammenzufassen, da jeden Tag die verschiedensten Dinge anfallen:

ANIKA – FSJ-lerin der Education-Abteilung

Gemeinsam mit unseren Tanzpädagoginnen betreue ich Workshops für Schulklassen, Kindergartengruppen oder externe Gruppen und halte diesbezügliche Terminabsprachen nach innen und außen. Diese Workshops finden, bis zum Umzug in die Deutsche Oper, in den Räumen des Intendanzgebäudes der Staatsoper Unter den Linden statt, während die Workshops, die wir für Familien anbieten immer vor den Familienvorstellungen im entsprechenden Opernhaus durchgeführt werden. Hierbei bin ich vor allem für die Musik verantwortlich und dafür, dass sich kein Teilnehmer im Haus verläuft. Bei der Kooperation mit verschiedenen Berliner Grundschulen „Tanz im Schulunterricht“ stehe ich den Tanzpädagoginnen u.a. mit choreographischen Tipps oder Ideen beiseite, sodass ich dreimal die Woche in der jeweiligen Schule tätig bin. Des Weiteren beantworte ich E-Mails, gehe ans Telefon, betreue den Freundeskreis bei Aktionen für die Mitglieder oder übernehme den sogenannten Standdienst bei den Vorstellungen des Staatsballetts Berlin, wobei ich versuche, neue Mitglieder für den Freundeskreis zu werben oder Fragen jeglicher Art zu beantworten. Zu guter Letzt gibt es natürlich immer wieder viele Kleinigkeiten, die zwischendurch anfallen, sodass es nie langweilig wird.

Die Arbeit macht mir Spaß, da sie sehr abwechslungsreich ist. Das Arbeitsklima ist sehr gut und zudem treffe ich viele nette Schülerinnen und Schüler, mit denen es Spaß macht, Tänze einzustudieren. Die dabei entstehende Begeisterung und Freunde in den Augen der Kinder zu entdecken ist immer wieder ein Highlight.

Um hier zu arbeiten, sollte man ein sehr offener und kommunikativer Mensch sein, der gut organisieren kann und Freude im Umgang mit Menschen hat.

Die Berufsfrage ist noch nicht eindeutig geklärt, ich bin aber gerade dabei, den für mich passenden Studiengang  mit Hilfe einiger Lektüren ausfindig zu machen.”

Was macht eigentlich…? – Freiwilliges Soziales Jahr Kultur: Lena


Dies ist der erste Artikel für die Rubrik „Was macht eigentlich…?“, in der in Zukunft gelegentlich Mitarbeiter der verschiedensten Abteilungen des Staatsballetts Berlin über ihren Arbeitsalltag berichten.

Heute ist Lena an der Reihe. Sie absolviert ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim Staatsballett Berlin. Das FSJ ist ein sozialer Freiwilligendienst, den Jugendliche und junge Erwachsene unter 28 Jahren nach ihrer Schulpflicht antreten können.

LENA

“Ich bin Lena, fast 20 Jahre alt und bin seit Anfang der Spielzeit, sprich Anfang September, beim Staatsballett Berlin. Im Endspurt meines Abiturs wurde ich tagtäglich mit der Frage nach dem Danach konfrontiert und konnte keine Antwort geben. Eine Bekannte erzählte mir von ihrer Nichte, die ein FSJ Kultur machte. Zuhause setze ich mich an den PC, googelte, bewarb mich, wurde eingeladen und genommen. Es war eine Kette glücklicher Zufälle, die mich hierhin nach Berlin verschlagen hat.

Ich komme aus einem Dörfchen in der Nähe von Düsseldorf (NRW). Durch meine jahrelange Tanzerfahrung – die aber niemals an das Niveau hier heranreichen wird – hat mich das Staatsballett direkt angesprochen. Und auch die Arbeit in der Marketing- und Presseabteilung. Ich konnte mir gut vorstellen was in diese Richtung zu machen – und kann es auch immer noch. Außerdem hatte ich 2007 bei meinem ersten Besuch in Berlin die Staatsballett-Vorstellung „Alice’s Wonderland“ gesehen und war total begeistert. Deswegen freue ich mich auch riesig auf die Produktion „OZ – The Wunderful Wizard“ desselben Choreographen (Giorgio Madia) im März.

Ich bin, wie gesagt, in der Presseabteilung – und auch ein bisschen im Marketing – tätig und unterstütze in erster Linie unsere Pressereferentin Marie. Es sind aber auch Aufgaben von unserem Leiter der Marketing- und Presseabteilung Wolfgang dabei. Je nachdem, was gerade so ansteht.

Meine täglichen Aufgaben sind allerdings in erster Linie: den Pressespiegel zu erstellen, sprich Publikationen über uns und Tanz allgemein zusammen zu tragen und weiterzureichen, die Pressewand zu aktualisieren (siehe Foto), das Pressekartenkontingent zu verwalten, E-Mails beantworten und Telefondienst. Ich helfe außerdem bei Versandaktionen (mein persönlicher Rekord: 400 Briefe in knapp 2,5 Stunden), mache Ablage und aktualisiere unseren Adressverteiler. Oft bearbeite ich auch Autogrammanfragen und suche dann die entsprechenden Tänzer.

LENA - FSJ-lerin der Presse/Marketing-Abteilung

Mein Arbeitstag beginnt meist um 9.30 Uhr und endet um 18.00 Uhr, es sei denn es stehen besondere Dinge an, wie zum Beispiel Premieren oder Fotoproben. Dann betreue ich die Journalisten und Fotographen. Es ist immer nett, auch mal die Gesichter zu den Stimmen oder Wörtern kennen zu lernen. Momentan kommt auch noch die Planung meines eigenverantwortlichen Projekts hinzu, ein Brunch, zu dem wir Geschäftspartner und Journalisten einladen wollen, um die neuen Räume in der Deutschen Oper zu präsentieren.

Hilfreiche Eigenschaften für diese Arbeit sind Organisations- und Zeitmanagement, Aufgeschlossenheit und Engagement sowie Teamfähigkeit und Kreativität.

Allgemein macht mir die Arbeit hier sehr viel Spaß und das Team ist sehr nett. Ich fühle mich hier gut aufgehoben. Die letzten 5 Monate vergingen wie im Fluge. Leider kommt jetzt die Zeit, in der ich mich konzentriert wieder mit der verhassten Frage auseinander setzen muss: „Was kommt danach?“. Darüber lässt sich momentan noch nicht viel sagen. Bisher ist nur recht klar, dass ich wieder etwas näher nach Hause ziehe, die Entfernung ist doch recht groß, besonders schwierig für eine Fernbeziehung und ein bisschen Heimweh kommt auch ab und an vor. Ich schwanke momentan auch noch zwischen Ausbildung und Studium, denn die praktische Arbeit hier hat mir gezeigt, dass ich mich ungern – wie meine meisten Freunde – hinsetzten möchte, um zu pauken. Zumindest in diesem Maße.

Ich kann ein FSJK nur empfehlen. Die Erfahrungen, die ich hier sammeln darf, sind sehr viel wert. Außerdem lernt man sehr viele interessante Menschen kennen, in meinem Fall die Tänzer, das Team, aber auch meine Mit-FSJKler. Es ist toll, Vladimir, Polina, Nadja und alle anderen Stars hier täglich bei ihrer Arbeit zu sehen und auch etwas kennen zu lernen.”

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