Tag-Archiv | Mitarbeiter

„Freunde im Gespräch“ mit Kostümdirektorin Dorothea Katzer

Am 17. Februar 2012 wurden die Förderer und Paten des Staatsballetts Berlin zu einer ganz besonderen Veranstaltung eingeladen: Dorothea Katzer, Kostümdirektorin der Deutschen Oper Berlin, stellte die Kostüme der Inszenierung ROMEO UND JULIA aus nächster Nähe vor.

Sie ließ insgesamt vier Kostüme auf Puppen aufziehen, unter anderem das blaue Kleid von Julia, die rosafarbene Weste von Romeo und ein Ballkleid. Zahlreiche weitere konnten auf zwei Garderobenständern betrachtet werden.

Zu Beginn stellte Dr. Christiane Theobald, stellvertretende Intendantin und Betriebsdirektorin des Staatsballetts Berlin, Dorothea Katzer vor. Seit 2001 leitet diese die Kostümabteilung der Deutschen Oper und hat bereits zahlreiche Produktionen für die Oper und das Staatsballett Berlin betreut.

Zur Produktion der Kostüme von ROMEO UND JULIA gab es allerhand zu erzählen.

Eigens für das Staatsballett Berlin wurde die Inszenierung des Choreographen John Cranko mit neuen Kostümen und einem neuen Bühnenbild versehen. Dieses Vorhaben setzt innerhalb der Stiftung Oper in Berlin zahlreiche Mechanismen in Gang. So muss das Staatsballett mit dem Kostümbildner Thomas Mika, mit der Kostümabteilung der Deutschen Oper und den Werkstätten Hand in Hand arbeiten.

Die Entwürfe, Stoffproben und Figurinen vermitteln eine erste Vorstellung, wie die Kostüme aussehen sollen und leiten den Bestellvorgang der Stoffe ein.

Jeweils 200 Meter weißer und schwarzer Satinstoff wurden für die Ballkleider bestellt und Vorbereitungen für die handgefärbten Kostüme der Zigeunerinnen, des Ensembles und Faschingstanzes wurden eingeleitet. Dorothea Katzer konnte den Arbeitsaufwand in den Werkstätten und in ihrer Abteilung bildhaft beschreiben. Zum Beispiel dauerte alleine das Bedrucken der Ballkleider über drei Monate!

So war es mal wieder ein rundum gelungener Abend, exklusiv für ausgewählte Mitglieder der Freunde und Förderer des Staatsballetts Berlin. :-)

Fotos: Thomas Räuchle

Danke… | Thank you…

… an alle Beteiligten für die grandiose gestrige Premiere von John Crankos Ballett ROMEO UND JULIA in der Deutschen Oper Berlin.

In unserer Galerie gibt es ein paar Eindrücke von der Premiere.

Die nächsten Termine

12 | 17 Februar 2012
02 März 2012
06 | 09 April 2012
08 | 18 Mai 2012
15 | 17 Juni 2012

Thank you…

… to everybody for a great premiere of John Cranko’s ballet ROMEO UND JULIA yesterday at Deutsche Oper Berlin.

Check out our photo gallery for some impressions of the premiere.

The next dates

12 | 17 February 2012
02 March 2012
06 | 09 April 2012
08 | 18 May 2012
15 | 17 June 2012

Fotos/Photos: Svenja Klein

Was macht eigentlich…? – DIRIGENT: Robert Reimer

Am 18. November feiert PEER GYNT von Heinz Spoerli seine Premiere in der Deutschen Oper Berlin.

Robert Reimer wird bei jeder Vorstellung dieser Spielzeit die Leitung des Orchesters der Deutschen Oper Berlin übernehmen. Wir haben den Dirigenten getroffen und ihm ein paar Fragen zu seinem Beruf gestellt.

Robert Reimer

Was hat damals in Ihnen den Wunsch geweckt, Dirigent zu werden?

Robert Reimer: Das waren die Beethoven-Sinfonien. Als Fünf- oder Sechsjähriger habe ich sie auf Schallplatte gehört und wollte seitdem Dirigent werden. Auch meine Schwester schrieb damals bereits in mein Poesiealbum „Für den Dirigenten Robert Reimer“.

Was gefällt Ihnen heute besonders an Ihrem Beruf als Dirigent?

Robert Reimer: Das ist definitiv das Miteinander Musikmachen.

Sie sind an keinem Haus fest engagiert. Wie ist es, so viel in der ganzen Welt unterwegs zu sein?

Robert Reimer: Im August habe ich in Kopenhagen dirigiert, außerdem fanden bereits die Proben zu PEER GYNT in Berlin statt. Zwischendurch habe ich dann die Eröffnungsgala hier in Berlin dirigiert und war danach in Paris engagiert. Es ist schön, wenn die Familie mitreisen kann, doch meine Frau ist Opernsängerin und dementsprechend auch oft beschäftigt. Zurzeit leben wir in Luxemburg und Barcelona. Mit unserem zweijährigen Sohn ist herumreisen noch gut möglich, solange er noch keine Schulpflicht hat.  Das Hin- und Herreisen ist anstrengender, als man denkt, denn ständig trage ich die Partituren durchs Land und lebe aus dem Koffer.

Was ist (für Sie) das Besondere daran, ein Ballett zu dirigieren? Was macht den Unterschied zu dem Dirigat einer Oper oder einem Konzert aus?

Robert Reimer: Beim Ballett ist das Orchester eigentlich selten zu laut, da ja keine Gefahr besteht, einen Sänger zu übertönen. Außerdem kann man beim Ballett intensiver auf den Klang des Orchesters eingehen. Als Einschränkung gibt es hier lediglich das Tempo.

Welches Ballett dirigieren Sie (bisher) am Liebsten?

Robert Reimer: Liebend gerne habe ich John Crankos Ballett DER WIDERSPENSTIGEN ZÄHMUNG in Oslo dirigiert. Hier hat jeder einzelne Ton eine Bedeutung. Aber auch Crankos ROMEO & JULIA oder die Ballette von Uwe Scholz dirigiere ich gerne, zum Beispiel DIE BALLETTSYMPHONIEN. Eigentlich habe ich noch kein Ballett dirigiert, das mir keinen Spaß gemacht hätte.

Gehen Sie auch gerne privat in die Oper, Konzerte oder Ballettvorstellungen?

Robert Reimer: Ja, wenn ich Zeit habe, was leider selten ist, gerne. Aber eigentlich gehe ich in meiner Freizeit lieber ins Kino. Ballette und Opernvorstellungen schaue ich mir ansonsten auch lieber von der Seitenbühne aus an, dann sieht man auch, was hinter der Bühne passiert.

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Join 51 other followers