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AUF WIEDERSEHEN UND WILLKOMMEN: Freiwilliges Soziales Jahr beim SBB


Am Freitag fand die Abschluss- und Auftaktveranstaltung der Jahrgänge 2011/12 und 2012/13 der Jugendfreiwilligendienste Kultur und Bildung der LKJ Berlin e.V. im THEATER AN DER PARKAUE statt.

Das FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) ist ein sozialer Freiwilligendienst, den Jugendliche und junge Erwachsene unter 28 Jahren nach ihrer Schulpflicht antreten können. Das Staatsballett Berlin ist nun  im vierten Jahr Einsatzstelle für das FSJ. Die Freiwilligen sind für das Staatsballett unverzichtbar und kaum wegzudenken. Sie leisten tolle Arbeit und übernehmen zahlreiche Aufgaben.

Bei der Veranstaltung wurden die ehemaligen Absolventen des FSJ Kultur und des Bundesfreiwilligendienstes Kultur und Bildung in Berlin und Brandenburg nach einem Jahr Arbeit in ihren Einsatzstellen verabschiedet und erhielten ihre Zertifikate. Die neuen Freiwilligen wurden begrüßt.

Der Tag stand ganz unter dem Motto BOARDING COMPLETED: KULTUR HEBT AB! Im Foyer des THEATERS AN DER PARKAUE waren Kunstwerke ausgestellt, die man bestaunen konnte: Selbstportraits, Fotos sowie Ytongskulpturen, die von den ehemaligen FSJlern bei den künstlerischen Seminaren angefertigt wurden.

Die Veranstaltung begann mit der Begrüßung durch Jürgen Lautenschläger, den Geschäftsführenden Direktor und stellvertretenden Intendanten des THEATERS AN DER PARKAUE, sowie einer kurzen Rede von Christoph Happel aus dem Vorstand der LKJ Berlin e.V..

Danach unterhielten die ehemaligen FSJler das Publikum mit künstlerischen Beiträgen (wie z. B. selbst produzierten Trickfilmen oder einer Modenschau). Zwischen den einzelnen Programmpunkten wurden den Ehemaligen aus Berlin und Brandenburg ihre Zertifikate überreicht. Zum Schluss begrüßten die Ehemaligen Freiwilligen ihre Nachfolger auf der Bühne.

Beim Staatsballett Berlin unterstützten uns in der Spielzeit 2011/12 Mia und Thomas. Mia war in der Educationabteilung und bei der Betreuung der Freunde und Förderer des Staatsballetts Berlin e.V. tätig (siehe Blogartikel ‘Was macht eigentlich…? Freiwilliges Soziales Jahr Kultur: Mia’ vom 15. März 2012), Thomas engagierte sich in der Presseabteilung und half zudem im Bereich Marketing tatkräftig mit.

Wir haben Thomas nach seinen Erlebnissen und Erfahrungen beim Staatsballett Berlin gefragt:

Warum hast du dich für ein FSJ Kultur entschieden?

Direkt nach der Schule und der stressigen Abiturzeit wollte ich nicht direkt ein Studium beginnen, sondern erst einmal praktische Erfahrung sammeln. Durch eine Berufs- und Ausbildungsmesse erfuhr ich von der Möglichkeit, ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Kultur zu absolvieren. Da ich mich bereits sehr für Kultur, Theater und Tanz interessierte, fand ich diese Gelegenheit ideal, um praktisch Erfahrung zu sammeln und gleichzeitig meinen persönlichen Interessen nachzugehen.

Wie kamst du auf das Staatsballett Berlin als Einsatzstelle?

Bei den möglichen Einsatzfeldern interessierte mich vor allem der Bereich „Öffentlichkeitsarbeit und Marketing“. Umso mehr freute ich mich, als das StaatsballettBerlin bei den potentiellen Einsatzstellten auf dem ersten Platz stand, eben genau mit diesem Tätigkeitsbereich. Schließlich wurde ich auch zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen und nahm den langen Weg aus dem Süden Deutschlands (ich komme aus der Nähe von Stuttgart) in die Hauptstadt auf mich. Dieser Weg sollte nicht umsonst sein, denn wenige Tage später bekam ich die Zusage und konnte mein Glück kaum fassen.

Was waren deine Hauptaufgaben?

Der Tätigkeitsschwerpunkt meines FSJ Kulturs war die Pressearbeit. Hier unterstützte ich unsere Pressereferentin Marie-Therese Volkmer tatkräftig. Meine täglichen Aufgaben umfassten das Erstellen des Pressespiegels, in dem ich Artikel über das Staatsballett Berlin, andere Tanzcompagnien und kulturpolitisch relevante Themen zusammenstellte und einige der Artikel später auch an unsere Pressewand hing. Darüber hinaus bearbeitete und beantwortete ich Pressekartenanfragen und war täglich in Kontakt mit Journalisten. Natürlich gehörten auch die allgemeine Büroorganisation, das Aktualisieren unseres Adresssystems sowie das Archivieren von Presseartikeln zu meinen Aufgaben. Die Zeit vor Premieren war immer besonders aufregend. Im Vorfeld stellte ich unsere Pressemappen zusammen und recherchierte hierfür die Biographien der beteiligten Künstler. Meist am Tag vor der Premiere fand die Generalprobe statt, zu der Pressefotografen und TV-Kamerateams eingeladen waren. Zusammen mit unserer Pressereferentin betreute ich diese vor Ort. Am Premierenabend begrüßte ich gemeinsam mit Marie-Therese Volkmer die Journalisten an unserem Pressetisch und beantwortete noch offene Fragen. Da ich mich sehr für die Arbeit in der Dramaturgie interessierte, konnte ich auch dort mithelfen und mich einbringen. So recherchierte ich zum Beispiel Texte für das Programmheft oder schrieb zusammen mit unserer Dramaturgin Annegret Gertz Werbetexte für Zeitungen. Alles in allem war die Tätigkeit sehr abwechslungsreich und ich erhielt Einblick in die verschiedensten Bereiche beim Staatsballett Berlin.

Was hast du dazu gelernt, welche Erfahrungen konntest du sammeln?

In den zwölf Monaten meines FSJKs habe ich viel über mich selbst, das Ballett und die Arbeitswelt im Allgemeinen gelernt. Direkt nach der Schule war die Umstellung vom Schulalltag zum Berufsalltag natürlich sehr groß. Ganz praktisch lernte ich die Arbeitsvorgänge und –schritte in einem Pressebüro besser kennen. Zu Beginn konnte ich mir unter Pressearbeit überhaupt nichts vorstellen. Erst mit der Zeit lernte ich alle Facetten in diesem Bereich kennen. So verbirgt sich beispielsweise hinter einer Fernsehaufzeichnung häufig viel mehr Organisation als man sich vorstellt. Eine unvergessliche Erfahrung während meines FSJ Kulturs war der Kontakt mit Tänzern, Choreographen und Künstlern. In dieser Zeit lernte ich viele interessante Menschen kennen, war bei Kostümpräsentationen und den ersten Proben für eine Produktion dabei. Ich erlebte die harte Arbeit, die hinter einer Premiere steckt hautnah mit.

Wem würdest du ein FSJ Kultur empfehlen?

Ein FSJ Kultur würde ich ohne zu zögern jedem empfehlen. Die Möglichkeit zu haben, ein Jahr in einer kulturellen Einrichtung aktiv mitzuarbeiten ist eine wertvolle Erfahrung für das weitere Leben. Vor allem auch die Seminare, die man währen des FSJ Kulturs besucht und der Austausch mit den anderen Freiwilligen werden mir sicher im Gedächtnis bleiben. Dort hatte man die Gelegenheit, verschiedenste kreative Workshops zu besuchen, in denen man viel gelernt hat und auch persönlich einiges mitgenommen hat.

Was machst du nun, nach deinem FSJ Kultur beim Staatsballett Berlin?

Ich werde ab dem Wintersemester Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste in Berlin studieren.

Liebe Mia, lieber Thomas, vielen Dank für eure tolle Unterstützung, wir werden euch vermissen!

In der Spielzeit 2012/13 helfen Charlotte in der Educationabteilung sowie Till im Bereich Presse/Marketing mit. In Kürze stellen wir euch hier unsere neuen Freiwilligen vor.

Herzlich willkommen!

Fotos: Svenja Klein

Wir waren dabei: 4. Lange Nacht der Opern und Theater


Die Lange Nacht der Opern und Theater ist beendet und wir waren in der Komischen Oper zu Gast.

Auf dem Programm standen:

Ein TRAINING ZUM ZUSCHAUEN mit Vladimir Malakhov, der das Training leitete und Nodira Burchanowa begleitete am Klavier. Trainiert haben unsere Tänzerinnen und Tänzer:

__ Beatrice Knop, Elena Pris, Iana Salenko, Stephanie Greenwald, Maria Giambona, Mariana Kanno, Lisa Breuker

__ Dmitry Semionov, Marian Walter, Federico Spallitta, Taras Bilenko, Gevorg Asoyan, Luigi Campa, Nicola Del Freo, Ulian Topor

Danach fand eine LECTURE DEMONSTRATION mit dem Thema “Vom klassischen Pas de deux zum zeitgenössischen Duett” statt. Vladimir Malakhov erklärte die Unterschiede zwischen der klassischen, neoklassischen und modernen Tanzweise anhand der folgenden Ausschnitte und mithilfe unserer Tänzerinnen und Tänzer:

Odette und der Prinz aus SCHWANENSEE: Beatrice Knop & Dmitry Semionov
Olga aus ONEGIN: Iana Salenko
Lenski aus ONEGIN: Marian Walter
HERMAN SCHMERMAN: Elena Pris | Federico Spallitta

Alle Beteiligten hatten viel Spaß und es gab einiges zu lachen, wie ihr auf den Fotos sehen könnt.

Fotos: Svenja Klein

 

IV. INTERNATIONAL DANCE SUMMIT BERLIN 2012 präsentierte sich als Messe für Fort- und Weiterbildung im Tanz


Der IV. INTERNATIONAL DANCE SUMMIT BERLIN 2012, der in der letzten Woche stattfand, war ein voller Erfolg. Hier findet ihr unsere Pressemittteilung samt eines Resumées zur Ballettwoche.

Berlin, 25. April 2012 — Zum vierten Mal lud das Staatsballett Berlin vergangene Woche zum INTERNATIONAL DANCE SUMMIT BERLIN. Das Schwerpunktthema dieser Ballettwoche, Fort- und Weiterbildung im Tanz, zog zahlreiche Ausbildungsinstitute, Praktiker und Wissenschaftler in die Staatsoper im Schiller Theater. Täglich präsentierten und diskutierten die Experten und Künstler verschiedene Fortbildungsansätze und -Modelle für Tänzer und Ausbilder.

Dr. Christiane Theobald, Stellvertretende Intendantin des Staatsballett Berlin, resümiert einen großen Zuspruch der teilnehmenden Lehrer, Referenten, Performer und Tänzer. „Mit gemeinsamem Engagement ist es uns gelungen, ein für die Tanzwelt wichtiges Thema zu fokussieren, Tanzprofis, Laientänzer und auch das Publikum für die Bedeutung der ‚Fortbildung im Tanz‘, für Aus- und Weiterbildung und für die Lebenswelten mit und nach dem Tanz zu sensibilisieren.“ So entwickelte sich der IV. INTERNATIONAL DANCE SUMMIT BERLIN zu einer Tanzmesse mit weitreichender Ausstrahlung, in welcher der Tanz von vielen Seiten reflektiert wurde, über Unterrichtsmethoden für Tänzer, Formen und Module für die Ausbildung und den Unterricht bis hin zu Konzepten, die Tänzern den Übergang in ein anderes Berufsfeld ermöglichen.

Für das Publikum gab es darüber hinaus zahlreiche Angebote zum Mitmachen. Denn neben wissenschaftlichen Vorträgen z.B. während der „Langen Nacht der Ballett-Universität“ oder der Vorstellung „Expansion of the Moment: Aufforderung zum Tanz“ durch Prof. Dr. Claudia Jeschke, fanden öffentlichen Workshops und Talks statt. Hier konnten die Gäste des Ballett-Cafés Tänzer des Staatsballetts Berlin treffen, die Arbeit von Choreographen und Ballettmeistern beobachten und selbst aktiv werden.

In der für den INTERNATIONAL DANCE SUMMIT BERLIN neuen Veranstaltungsort, der Staatsoper im Schiller Theater, begrüßte das Staatsballett Berlin außerdem das Eifman Ballet St. Petersburg. Die Gastcompagnie zeigte mit ANNA KARENINA und ONEGIN zwei Berliner Erstaufführungen und begeisterte das Publikum in der ausverkauften Staatsoper im Schiller Theater.

Erstmals als öffentliches Forum fand im Rahmen des IV. INTERNATIONAL DANCE SUMMIT BERLIN außerdem die Auftaktveranstaltung zur 28. Konferenz der Bundesdeutschen Ballett- und Tanzdirektoren (BBTK) statt. Die BBTK setzt sich seit Jahren für einen verbesserten Übergang der Tänzer in einen Folgeberuf nach Karriereende, die so genannte „Transition im Tanz“, ein und stellte nun ein neues Fortbildungsmodell für Tänzer vor, das bereits im letzten Jahr des Engagements einsetzt. Auf der anschließenden Konferenz wurde Dr. Christiane Theobald erneut zur Sprecherin der BBTK gewählt. Sie hat dieses Amt seit 2009 inne.

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