Ein letzter Trainingsbesuch in den alten Räumen des Staatsballetts Berlin


Heute fand einer der letzten Probenbesuche für die Freunde und Förderer des Staatsballetts Berlin statt. Die Mitglieder sahen sich das morgendliche Herrentraining an, an dem auch einige unserer Solistinnen teilnahmen.

Zwei weitere Termine, an denen die Mitglieder einen Blick in das Training werfen dürfen folgen am 15. und 16. Dezember. Es sind noch einige wenige Plätze frei!

Wir haben zwei Freundeskreis-Mitglieder nach ihren Erlebnissen mit dem Förderverein und ihrem Gefühl hinsichtlich des Umzugs in die Deutsche Oper Berlin gefragt:

Staatsballett Berlin: Seit wann sind Sie Freundeskreis-Mitglied und was hat Sie dazu veranlasst, beizutreten?

Gisela Tautz-Wießner: Ich bin bereits im Freundeskreis der Staatsoper Unter den Linden gewesen, als sich 2004 das Staatsballett Berlin gründete. Da mein Herz noch stärker für das Ballett als für die Oper schlägt, bin ich seit der Gründung des Vereins ‚Freunde und Förderer des Staatsballetts Berlin‘ im Jahr 2005 auch hier Mitglied. Ballett spricht viele Sinne gleichzeitig an, das Auge, die Ohren – die Schönheit und Grazie erfreuen die Seele, und das tut dem Körper gut. Außerdem finde ich, dass das Ballett als Stiefkind der Kultur behandelt wird und es Unterstützung verdient.

Dr. Günther Münzner: Ich bin erst seit zwei Jahren Mitglied im Freundeskreis. Bei mir war es ähnlich: die hohe Qualität des Staatsballetts hat mich dazu bewogen, nicht nur die Oper zu besuchen. Mit ihrer Kunst geben uns die Tänzerinnen und Tänzer ein kleines Stück unserer Jugend zurück.

SBB: Was haben Sie durch den Freundeskreis erleben können? Sowohl auf als auch neben der Bühne.

G. T.-W.: Vor Allem der Kontakt zu den Tänzerinnen und Tänzern ist mir sehr wichtig. Man begleitet und beobachtet sie bei ihrer persönlichen Entwicklung. Außerdem ermöglicht der Freundeskreis z. B. Gespräche mit den Choreographen von Neuproduktionen, was sehr aufschlussreich ist und eine neue Sicht auf das Stück eröffnet. Zudem werden Blicke hinter die Kulissen geboten, wie z. B. ein Besuch der Kostümwerkstatt.

Dr. G. M.: Es waren viele positive Erlebnisse! Man erfährt viel über den Beruf bzw. die Berufung der Tänzer und wie hart sie trainieren. Erst ein Blick hinter die Kulissen verdeutlicht einem, wie viel Arbeit im Ballettsaal nötig ist, um die Vorstellungen so leicht und mühelos erscheinen zu lassen.

SBB: Was ist Ihnen davon besonders in Erinnerung geblieben und warum?

G. T.-W.: Zur Produktion CARAVAGGIO wurde eine Führung in der Gemäldegalerie angeboten, die mir sehr gut gefallen hat. Außerdem mag ich die Hintergrundgespräche mit den Künstlern. Man lernt immer etwas Neues dazu, es ist fast wie ein kleines Studium.

Dr. G. M.: Mir sind eher die Erlebnisse auf der Bühne in Erinnerung geblieben. Neben dem klassischen Repertoire habe ich viele moderne Inszenierungen kennengelernt. Vor allem Béjarts RING UM DEN RING hat mich nachhaltig beeindruckt.

SBB: Mit welchem Gefühl sehen Sie dem Umzug in die Deutsche Oper entgegen? Worauf freuen Sie sich, was werden Sie vermissen?

G. T.-W.: Ich bin glücklich, dass anscheinend die Bedeutung des Balletts erkannt wurde und nun Räume entstehen, die auf die  Bedürfnisse der Tänzer zugeschnitten sind.

Dr. G. M.: Ich werde den morbiden Charme der Staatsoper vermissen, doch ich freue mich, dass die Tänzerinnen und Tänzer noch bessere Bedingungen erhalten und uns hoffentlich noch viele schöne Abende bescheren werden.

Ein Kommentar Add yours

  1. Oriane sagt:

    Danke liebes Staatsballett fuer die Fotos – ein kleiner Trost fuer Fans wie mich, die nicht in Berlin leben….
    P.S. hoffentlich bieten die Raeume in der Deutschen Oper mehr Platz beim Training!

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