Was macht eigentlich…? – DIRIGENT: Robert Reimer


Am 18. November feiert PEER GYNT von Heinz Spoerli seine Premiere in der Deutschen Oper Berlin.

Robert Reimer wird bei jeder Vorstellung dieser Spielzeit die Leitung des Orchesters der Deutschen Oper Berlin übernehmen. Wir haben den Dirigenten getroffen und ihm ein paar Fragen zu seinem Beruf gestellt.

Robert Reimer

Was hat damals in Ihnen den Wunsch geweckt, Dirigent zu werden?

Robert Reimer: Das waren die Beethoven-Sinfonien. Als Fünf- oder Sechsjähriger habe ich sie auf Schallplatte gehört und wollte seitdem Dirigent werden. Auch meine Schwester schrieb damals bereits in mein Poesiealbum „Für den Dirigenten Robert Reimer“.

Was gefällt Ihnen heute besonders an Ihrem Beruf als Dirigent?

Robert Reimer: Das ist definitiv das Miteinander Musikmachen.

Sie sind an keinem Haus fest engagiert. Wie ist es, so viel in der ganzen Welt unterwegs zu sein?

Robert Reimer: Im August habe ich in Kopenhagen dirigiert, außerdem fanden bereits die Proben zu PEER GYNT in Berlin statt. Zwischendurch habe ich dann die Eröffnungsgala hier in Berlin dirigiert und war danach in Paris engagiert. Es ist schön, wenn die Familie mitreisen kann, doch meine Frau ist Opernsängerin und dementsprechend auch oft beschäftigt. Zurzeit leben wir in Luxemburg und Barcelona. Mit unserem zweijährigen Sohn ist herumreisen noch gut möglich, solange er noch keine Schulpflicht hat.  Das Hin- und Herreisen ist anstrengender, als man denkt, denn ständig trage ich die Partituren durchs Land und lebe aus dem Koffer.

Was ist (für Sie) das Besondere daran, ein Ballett zu dirigieren? Was macht den Unterschied zu dem Dirigat einer Oper oder einem Konzert aus?

Robert Reimer: Beim Ballett ist das Orchester eigentlich selten zu laut, da ja keine Gefahr besteht, einen Sänger zu übertönen. Außerdem kann man beim Ballett intensiver auf den Klang des Orchesters eingehen. Als Einschränkung gibt es hier lediglich das Tempo.

Welches Ballett dirigieren Sie (bisher) am Liebsten?

Robert Reimer: Liebend gerne habe ich John Crankos Ballett DER WIDERSPENSTIGEN ZÄHMUNG in Oslo dirigiert. Hier hat jeder einzelne Ton eine Bedeutung. Aber auch Crankos ROMEO & JULIA oder die Ballette von Uwe Scholz dirigiere ich gerne, zum Beispiel DIE BALLETTSYMPHONIEN. Eigentlich habe ich noch kein Ballett dirigiert, das mir keinen Spaß gemacht hätte.

Gehen Sie auch gerne privat in die Oper, Konzerte oder Ballettvorstellungen?

Robert Reimer: Ja, wenn ich Zeit habe, was leider selten ist, gerne. Aber eigentlich gehe ich in meiner Freizeit lieber ins Kino. Ballette und Opernvorstellungen schaue ich mir ansonsten auch lieber von der Seitenbühne aus an, dann sieht man auch, was hinter der Bühne passiert.

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