POLEN GEZMIS IM GESPRÄCH


POLEN GEZMIS IM GESPRÄCH Polen Gezmis ist Absolventin der Staatlichen Ballettschule Berlin und war seit Januar 2013 Elevin des Staatsballetts Berlin. Mit Beginn der Spielzeit 2013/2014 ist sie in das Corps de ballet des Staatsballetts Berlin aufgestiegen. In der am 23. Oktober 2013 zur Premiere gekommenen Produktion DER NUSSKNACKER tanz sie die Schneeflocken.

Wo kommst Du her und wo hast Du Deine Tanzausbildung gemacht?
Ich komme aus der Türkei, aus Istanbul. Meine Ausbildung habe ich im Alter von neun Jahren am Staatlichen Ballettkonservatorium in Istanbul begonnen. Mit fünfzehn Jahren bin ich nach Berlin gekommen und habe an der Staatlichen Ballettschule meine Ausbildung absolviert.

Wann hast Du mit dem Tanzen begonnen? Wann wusstest Du, dass Du Tänzerin werden willst?
Ich habe mit rhythmischer Sportgymnastik angefangen und wechselte später zum Klassischen Tanz. Bereits nach der ersten Ballettvorstellung, die ich gesehen hatte, wusste ich, dass ich den Tanz  zu meinem Beruf machen möchte.

Wie bist Du an das Staatsballett Ballett gekommen?
Als ich in der 10. Klasse war, bekam ich die Möglichkeit, als Ersatz in Vladimir Malakhovs BAJADERE die Schatten zu tanzen. Eine Tänzerin hatte sich ein paar Tage vor der Vorstellung verletzt, und ich bekam die Chance ihren Part zu tanzen. Seit dem war es mein Wunsch, ans Staatsballett zu kommen. Als ich erfuhr, dass Vladimir Malakhov 2012 Jurymitglied am Internationalen Ballettwettbewerb in Istanbul ist, nahm teil, um von ihm gesehen zu werden. Ich gewann den zweiten Platz, und Vladimir Malakhov bot mir die Möglichkeit als Elevin ans Staatsballett zu kommen. Ich bin sehr froh, dass es geklappt hat und dass ich hier sein darf.

Gibt es eine bestimmte Rolle, die Du unbedingt tanzen willst?
Ich tanze jede Rolle gerne, aber ich mag die Ballette, die temperamentvoll sind, wie beispielsweise DON QUIXOTE oder ESMERALDA mehr.

Du hast im Sommer den Ballettwettbewerb HELLAS 2013 gewonnen und wurdest für Deine Interpretation von Variationen aus ESMERALDA und der Fliederfee aus DORNRÖSCHEN mit dem Ersten Preis in der Kategorie Solisten Damen ausgezeichnet. Wie lange und wie intensiv hattest Du Dich auf den Wettbewerb vorbereitet?
Ich hatte eine Vorbereitungszeit von zwei Monaten und die Chance, mit der ehemaligen Solotänzerin Corinne Verdeil zu arbeiten. Sie hat mir viel beigebracht. Ansonsten habe ich oft abends allein im Ballettsaal probiert.

Hattest Du sehr viel Lampenfieber?
Um ehrlich zu sein, war ich bei meinem ersten Auftritt mit dem Staatsballett zur BALLETT-GALA zur Spielzeiteröffnung vor wenigen Wochen wesentlich mehr aufgeregt als beim Wettbewerb.

Welche Ziele hast Du für die Zukunft?
Ich würde gerne in Berlin bleiben und hier tanzen. Auch würde ich gern an weiteren Wettbewerben teilnehmen, beispielsweise an dem größten Wettbewerb in Bulgarien. Das wird aber, seitdem ich in das Corps de ballet des Staatsballetts Berlin aufgestiegen bin, zeitlich kaum zu schaffen sein. Als Elevin war ich nicht so intensiv eingebunden und konnte mir für die Vorbereitung entsprechend viel Zeit nehmen.

Wenn du Deinen Werdegang an der Staatlichen Ballettschule und Deinen Alltag hier beim Staatsballett vergleichst: Welche Unterschiede gibt es in der Arbeit?
In der Ballettschule hatten wir für eine Vorstellung sehr viel länger und intensiver geprobt. Hier ist es anders, zum Teil bleibt nur ein Tag, um etwas neu einzustudieren. Es wird auch mehr Selbständigkeit verlangt im Hinblick auf Korrekturen. Als Profi wird man nicht so häufig korrigiert wie als Schüler. Und: Der Umgang unter den Kollegen ist beim Staatsballett entspannter als in der Ballettschule. Da herrschte mehr Konkurrenz zwischen den Tänzern.

Was machst Du so in deiner Freizeit?
Ich liebe das Schreiben, schreibe Dramen und Krimis.

© Enrico Nawrath

Ein Kommentar Add yours

  1. Hakan Kaban sagt:

    Find ich super

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