EIN HEIMSPIEL


Am 07. und 08. April 2016 gastiert das Norwegische Nationalballett auf Einladung des Staatsballetts Berlin mit seinem Tanzstück „Ghosts“ in der Komischen Oper Berlin. Die Produktion basiert auf Henrik Ibsens Drama „Gespenster“, erlebte ihre Uraufführung im September 2014 und wurde von Kritik wie Publikum mit größter Aufmerksamkeit wahrgenommen. Mit diesem Gastspiel präsentiert das Norwegische Nationalballett seine Kreation erstmals außerhalb Norwegens.

Für einen der Tänzer ist dies ein Heimspiel, denn Andreas Heise ist Deutscher und tanzt seit 2003 beim Norwegischen Nationalballett in Oslo. Innerhalb der Compagnie hat er sich zu einem der prominentesten Tänzer entwickelt und wird jetzt  nach dreizehn Jahren das erste Mal wieder in Deutschland auf der Bühne stehen. Seine Mutter, ehemals professionelle Balletttänzerin, freut sich schon sehr,  ihn bei der Premiere am 07. April auf der Bühne zu sehen.

Andreas begann relativ spät zu tanzen, er war fast 14 Jahre alt als er mit dem Training anfing. Seine Mutter, die genau weiß, wie anspruchsvoll dieser Beruf ist, hätte nicht gedacht, dass er es schaffen würde, als professioneller Tänzer Karriere zu machen. Andreas absolvierte seine Ausbildung an der Palucca Schule Dresden und besuchte die  Aufnahmeprüfung gemeinsam mit einer Freundin. Er schaffte es, seine Freundin leider nicht. Heute ist sie Schauspielerin und stand vor kurzem in der Rolle der Nora in Ibsens gleichnamigem Schauspiel in Deutschland auf der Bühne, und genau aus der Feder dieses Dramatikers stammt auch das Drama, das Andreas mit der Doppelrolle als Osvald und Herr Alving verkörpern wird.

Andreas Heise ist auch als  Choreograph und Regisseur erfolgreich. Im kommenden Sommer ist er als Choreograph für die Salzburger Festspiele für eine Händel-Oper an der Seite von dem Regisseur Christof Loy verpflichtet.

Nach dem Gastspiel in Berlin, wird er auch für das Ballett des  Theaters Koblenz und Palucca Schule Dresden als Choreograph tätig sein. Für das Norwegische Nationalballett hat er die Ballette „Nucleus, Souls‘ Complexions“, „Meditative Rose og Frühlingssehnsucht“ erstellt. Im Jahr 2015 gab er sein Debüt in der in Garsington Opera als Koregisseur/ Choreograph für Benjamin Brittens „Tod in Venedig“ in einer Inszenierung von Paul Curran.

// On 07 and 08 April 2016, the Norwegian National Ballet Oslo will be the guest of the Staatsballett Berlin with two performances of their dance piece „Ghosts“ at the Komische Oper Berlin. The production, which is based on Henrik Ibsen’s drama “Ghosts” was first performed in Oslo in September 2014 and was perceived by critics and audiences with the greatest attention. With this guest performance the Norwegian National Ballet presents his creation outside of Norway for the very first time.

For one of the dancers is this an homecoming: Andreas Heise is of German decent and started dancing with the Norwegian National Ballet in 2003. He has become one of the company’s most prominent dancers and this is the first time in 13 years that he is back in Germany to perform. His mother, who used to be a professional ballet dancer as well, is coming to see the premiere. Andreas started to dance quite late in his life, when he was 14, and his mother, knowing how demanding it is to be a dancer, didn’t think he will make a professional career. Andreas anyhow went to an audition for the Palucca University for Dance in Dresden with a friend. He was accepted but his friend wasn’t. Today his friend is an actress and recently debuted in the role as Ibsen’s Nora. In Berlin, Andreas will perform in the double role as Ibsen’s Osvald and Herr Alving in the ballet “Ghosts”.

Andreas has done many great roles as a dancer but is also pursuing a career as a choreographer and director. He has recently been hired to be the choreographer next summer for a Händel opera with Christof Loy as director and Cecilia Bartoli in one of the lead roles at Salzburger Festspiele. After his visit to Berlin, Andreas is also going to choregraph for Koblenz Ballet and Palucca University for Dance in Dresden. For the Norwegian National Ballat he has created the ballets “Nucleus”, “Souls’ Complexions”, “Meditative Rose og Frühlingssehnsucht”. In 2015, he made his UK debut as Associate Director/Choreographer of Paul Curran’s production of Benjamin Britten’s “Death in Venice at Garsington Opera

Fotos: Erik Berg

 

 

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