DANCING BALANCHINE


„…but first a school!“ – Abschluss der Trainingsreihe „Dancing Balanchine“

George Balanchine gehört zu den berühmtesten Vertretern des neoklassischen Balletts. Als er gemeinsam mit Lincoln Kirstein Anfang der 1930er Jahre beschloss, eine eigene amerikanische Ballettgruppe aufzubauen, bestand er darauf, zunächst eine Ballettschule zu gründen, die „School of American Ballet“, in der seine eigene Tanztechnik die klassische Ballettausbildung bereichern sollte.

Die Trainingsreihe „Dancing Balanchine“ richtet sich an Jugendliche und Erwachsene, die sich mit dieser spezifischen Tanztechnik George Balanchines vertraut machen wollen. Seit dem 02. November trainierten 15 fleißige Teilnehmer wöchentlich bei Tanz ist KLASSE! unter der Leitung von Stephanie Greenwald, ehemalige Solotänzerin beim Staatsballett Berlin, die ihre Ausbildung selbst in der “School of American Ballet“ in New York erhalten hat.

In den Trainingseinheiten erspürten die Teilnehmer, die alle mehrjährige Balletterfahrung mitbringen, wie sich die Spezialitäten des Tanzstils Balanchines anfühlen. Wie in der klassischen russischen Technik sind die Bewegungen schnell und präzise, Posen sollen fototauglich ausgefüllt werden. Balanchine ersetzte die russische „préparation“ einer Pirouette – die Vorbereitung einer Drehung, die hauptsächlich der Schwungerzeugung dienen soll – durch eine Pose, die für den Zuschauer einen Überraschungseffekt hervorruft. Diesen Überraschungseffekt setzte Balanchine oft ein, um die Konzentration des Publikums auf den Tanz zu lenken. Balanchine war es weiterhin wichtig, dass die Gesichter der Tänzer stets dem Publikum zugewandt sind, wie Stephanie Greenwald zu erzählen wusste. Besonders fällt dies bei Piqué-Touren auf, die auf einem Bein ausgeführt werden und mit denen sich der Tänzer um seine eigene Achse drehend durch den Raum bewegen kann. Normalerweise dient der Blick des Tänzers dazu, den Endpunkt der Bewegungsrichtung anzuvisieren. Bei Balanchine jedoch wendet sich der Blick des Tänzers stets zum Publikum, egal wohin die Drehung den Tänzer führen soll.

Nachdem die Teilnehmer in den ersten Trainingseinheiten die Grundlagen und Spezialitäten erlernt und sich langsam an das neue Tanzgefühl gewöhnt haben, begannen sie in den letzten Stunden, einzelne Passagen aus „Emeralds“ und „Diamonds“, beide aus der Produktion „Jewels“, einzustudieren, die ab dem 14. Dezember 2016 wieder beim Staatsballett Berlin zu sehen ist – seit dieser Spielzeit in neuem Spielort in der Staatsoper im Schiller Theater. Dieser Termin bildet auch den Abschluss der Trainingsreihe. Gemeinsam werden die Teilnehmer „Jewels“ nun ganz neu wahrnehmen können.

Wir danken allen Teilnehmern und Stephanie Greenwald für die aufregenden Trainingswochen.

Text: Henriette Köpke 

 

 

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